Auf Augenhöhe mit Furys Verwandten

Liebenburg Hobbyfotografen lernten, wie man Pferde in Szene setzt.

Von Elke Kräwer Salzgitter Zeitung vom 15.07.2013

Pferdefotografie in Upen – warum eigentlich nicht? Auch wenn wir im alltäglichen Zeitungsgeschäft eher selten mal ein Pferd vor die Linse bekommen, kann es nicht schaden, zu diesem Thema etwas dazu zu lernen. Es war Samstag und ich fuhr los.

Arne Borrmann, Dagmar Tiaden und Anja Winar lassen sich von Anita Zander (links) den Einsatz des Reflektors erklären.

Arne Borrmann, Dagmar Tiaden und Anja Winar lassen sich von Anita Zander (links) den Einsatz des Reflektors erklären.

 Die Erleichterung war groß, dass es sich bei den Fotomodellen keineswegs um ausgewachsene Pferde handelte, sondern um eine überschaubare Variante – die Classic-Ponys. „Unsere Tiere besitzen ein ruhiges Gemüt und gehörige Portion Gelassenheit“, erzählt Besitzerin und Züchterin Meike Schirmer. „Deshalb sind sie für einen solchen Workshop sehr gut geeignet.“

Beinahe alle Teilnehmer haben bereits Erfahrungen mit Pferden und Kamera gemacht. „Deshalb können wir auf Verhaltensregeln weitgehend verzichten“, freut sich Workshopleiterin Anita Zander. Und so begann der Tag für die Teilnehmer, die alle eine Spiegelreflexkamera mitbringen mussten, mit Theorie. „Die meisten der Hobbyfotografen sind in der Lage gute Bilder zu machen, nur wissen sie oft nicht, wie sie das gemacht haben. Und das lernen sie in diesem Seminar.“ Am Vormittag ging es vor allem um Belichtungszeiten und Blenden. „Wir haben zwischendrin immer wieder Bilder gemacht und uns diese dann am Monitor angesehen und besprochen“, so Zander.

Eine ganz wichtige Lektion sei, sich für ein gutes Foto auf die Ebene der Pferde zu begeben. „Richtig gut sieht es eben dann aus, wenn man zum Beispiel den Fohlen direkt ins Gesicht sehen kann“, erklärt die Fotografin. Und so sieht man die Workshopteilnehmer vor allem sitzend oder sogar liegend Fotos schießen. Die Ponys erweisen sich dabei als sehr neugierig und kooperativ. Vor allem die beiden Fohlen sind ganz wild auf die Kameras. Allerdings wissen die nicht, was den Teilnehmern völlig klar ist: Ein gewisser Abstand zwischen Motiv und Objektiv muss schon sein.

Die Workshopteilnehmer konnten sich frei zwischen den Pferden bewegen.

Die Workshopteilnehmer konnten sich frei zwischen den Pferden bewegen.

„Unsere Ponys haben aber auch ihren eigen Kopf“, weiß Schirmer. Was heißt, dass es ihnen oft egal ist, dass sie fotografiert werden sollen. Dann drehen sie einem einfach das Hinterteil zu.

Auch dafür hat Zander ein paar gute Tipps und ein wirklich praktisches Hilfsmittel dabei. Sie hat einen Reflektor mitgebracht, der unter anderen gut geeignet dazu ist, die Aufmerksamkeit der Pferde zu erregen. „Der Reflektor macht es zudem einfacher Fotos bei Gegenlicht zu machen“, erklärt die Fotografin. Es wirft Licht auf die Seite, die sonst im Schatten wäre, und lässt die Zeichnung und Schattierung des Pferdefells gut zur Geltung kommen. „Damit kriegen wir auch einen schönen Glanz in die Augen der Tiere“, so Zander. Der Reflektor sei eine gute Investition, denn er eigne sich natürlich auch sehr gut für Porträts.

Teilnehmerin Antja Nieberg begibt sich auf eine Ebene mit den Ponys.

Teilnehmerin Antja Nieberg begibt sich auf eine Ebene mit den Ponys.

Für die Gruppe ging es am Sonntag in die zweite Runde. Um das weiche Licht am Morgen auszunutzen, haben sich die Frauen und Männer vorgenommen, um 6 Uhr zu beginnen. Das ist eine Uhrzeit, die uns Zeitungsleuten so gar nicht liegt. Während die Fotografen in Upen die ersten, sicher sehr schönen Bilder im Kasten hatten, zog ich es vor, den Tag etwas später zu beginnen – ohne Kamera und ohne Pferde.

http://www.salzgitter-zeitung.de/lokales/Salzgitter/umland/auf-augenhoehe-mit-furys-verwandten-id1079317.html

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